Größer, schneller, einheitlicher – die heutige Nutztierzucht ist hoch spezialisiert. Manche Rassen sind auf Rekordleistungen bei Eiern und Milch getrimmt, andere setzen in kürzester Zeit viel Fleisch an. Der Tierzuchtfonds setzt sich für eine artgemäße Tierzucht ein, das heißt, für gesunde und vielseitige Rassen, die tiergerecht gehalten und naturnah gefüttert werden können.
Denn die Gesundheit, Leistung und das Wohlbefinden der Tiere ins Gleichgewicht zu bringen, kommt auch uns Menschen zugute.
Für diesen "Bericht aus Brüssel" wurde u.a. der Tierzuchtfonds interviewt, der sich seit Jahren für einen Ausweg aus dem massenhaften Kükentöten einsetzt: Für robuste Zweinutzungshühner!
Das ganze Unglück beginnt mit dem Ei. Und mit der Frage: Was ist denn drin in dem Ei – eine kleine Henne oder ein kleiner Hahn? Den Brütereien und Legehennen-Haltern geht es nur um die weiblichen Tiere: Sie sind hoch gezüchtet, legen je nach Rasse und Fütterung bis zu 300 Eier pro Jahr. Die männlichen Geschwister legen keine Eier, aber sind auch nicht für die Mast geeignet - sie werden vergast oder zerschreddert. Alleine in Deutschland 40 Mio. Küken jährlich.
WDR-Hintergrundbericht "Eintagsküken - Profit mit dem Tod (08.09.2010)

Artgemäße Tierzucht braucht die Unterstützung von Förderern, die weiter denken. Helfen Sie mit für eine bessere Zukunft unserer Nutztiere.
